Mrz 082011
 

reife und unreife Kaffeekirschen an einem Klaster

Bio oder Fairtrade sind heute Begriffe, deren Gebrauch häufig zur Farce verkommen. Organisationen machen Vorgaben, erheben eine Gebühr, und wenn die Liste abgearbeitet ist, die Formalitäten erfüllt und bezahlt wurde, wird das Siegel vergeben. Oft bleiben die Hintergründe im Dunkeln. Pascucci macht es sich nicht so leicht. Die Familie Pascucci hat schon über mehrere Generationen direkten Kontakt mit ihren Caffèbauern, hat Caffèbörsen so weit es ging, gemieden, um sich unmittelbaren Einfluss auf Qualität und Bezahlung zu sichern. Seit einiger Zeit verfolgt Pascucci ein besonderes Projekt auf Haiti. Mario Pascucci hat in jahrelanger Arbeit zu vielen kleinen Caffè-Bauern ein Vertrauen aufgebaut, dass schließlich in der Gründung einer Kooperative mündete, zu der auch Pascucci gehört. Insgesamt 50 Familien mit weit über 200 Personen erhalten dadurch eine gesicherte Existenz. Oberstes Ziel ist es, eine überragende Qualität des Caffès zu erreichen und zugleich den Mitgliedern  einen fairen Preis zu garantieren. Es werden kein Kunstdünger, keine Pestizide und keine Herbizide eingesetzt. Es wird nur mit schonender Handpflückung geerntet. Bei großen Teilen der Anbaufläche handelt es sich um Waldcaffè, bei denen die Pflanzen in natürlicher Umgebung gedeihen. Alle Mitglieder werden intensiv geschult. In diesen Tagen kamen die ersten 70 Sack dieses guten Caffès in Italien an. Alle sind sehr stolz.